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Gastbeitrag: Die Wichtigkeit der Gefühle

HerzJeder hat individuelle Lebenssituationen mit individuellen Erfahrungen und seinen individuellen Charakter mit entsprechendem Temperament. UND jeder hat Gefühle. Die sind zwar bei jedem in den verschiedensten Momenten unterschiedlich, aber wir haben sie alle, genauso wie Bedürfnisse, Talente, Stärken, Schwächen und schließlich auch ein Selbstbewusstsein, was entweder unterentwickelt, normal oder manchmal auch übersteigert ausgeprägt ist. Diese Merkmale sind bei jedem Menschen in einer ganz individuellen Zusammensetzung vorhanden – auch wenn man manchmal denkt, der andere sei ein „gefühlloser Krüppel“. Das gibt es in dem Persönlichkeitsmodell von dem Psychotherapeuten Dr. Axel Weiß nicht, denn jeder hat Gefühle. Viele haben nur keinen Zugang zu ihnen, weil sie in der Vergangenheit durch äußere Umstände unterdrückt wurden und wir dadurch verlernt haben, sie nach außen zu bringen.
Oftmals haben wir in unserem kindlichen Leben gelernt, dass unsere Gefühle keinen Platz in der Welt haben oder wir damit jemand anderen verletzen, nicht gefallen, wütend machen oder enttäuschen. Durch diese Resonanz im Gegenüber haben wir gemerkt, dass es manchmal besser ist diese Gefühle zu unterdrücken und in uns zu lassen, um keinen Ärger zu machen. Vielleicht haben wir uns auch mit unseren Gefühlen alleingelassen gefühlt, weil unsere Schutz- und Fürsorgepersonen keine Geborgenheit geben konnten. Deshalb fällt es uns als Erwachsener sehr schwer, nach Hilfe zu fragen oder sie zu zulassen. Weil wir Angst vor der erneuten Enttäuschung haben, keine Hilfe zu bekommen oder denken: „Das schaffe ich auch allein.“ Doch schließlich muten wir uns zu viel zu und landen in einem Zustand, den man heute „Burn-Out“ nennt oder wir bekommen andere somatische Beschwerden, weil unsere Seele ihr Anliegen mit dem Körper ausdrücken muss, wenn wir es auf psychischer Ebene nicht zulassen.

Die meisten von uns werden aufgrund ihres Herkunftsystemes darauf getrimmt, zu funktionieren, gerade in Deutschland. Hier fängt es schon bei der Geburt eines Kindes an, dessen Wesen, dessen Verhalten, dessen „Können“ zu bewerten. Ich beobachte oft Eltern, die einen ganz bestimmten Plan für ihre Kinder haben, der nicht unbedingt dem Plan des Kindes entsprechen muss. Was ein Kind braucht, sind Rahmenbedingungen, die seine Grundbedürfnisse erfüllen und ihm die nötige Freiheit geben, seine eigene Individualität ausleben und entwickeln zu dürfen. Es braucht Vertrauen, dass das Kind weiß, was ihm gut tut und bedingungslose Annahme, Akzeptanz und Liebe seiner Person. Dazu gehören natürlich Grenzen. Diese Grenzen sind FÜR das Kind, nicht GEGEN das Kind. Damit sind eben bestimmte Regeln oder Verbote, wie Fernsehen oder zu viel Süßigkeiten gemeint. Entscheidend ist aber auch, dass es durch die Eltern vorgelebt wird. Wenn ich als Mutter authentisch und echt bin, weiß das Kind, woran es ist und lässt sich leichter „führen“, als wenn ich versuche, irgendeinem Bild zu entsprechen, was andere meinen, richtig zu sein. Kinder spüren das, sie FÜHLEN es und zeigen genau diese Defizite der Eltern mit ihrem Verhalten auf.

Ich erlebte meine erste Lebenshälfte als sehr lehrreich, da ich zielgerichtet mit eigenem auferlegtem Perfektionismus alles erreichte, was ich wollte, aber trotzdem nicht glücklich war. Auf diesem Weg zu angestrebten Ergebnissen holten mich Gefühle zwar immer wieder ein und knockten mich aus, allerdings wollte mir mein Körper immer mehr damit sagen, was ich erst heute weiß. Wenn man sich allein auf seine Gefühle verlässt, geht man automatisch den Weg, der gut für einen ist. Ich war Jahrzehnte Kopfgesteuert auf der Jagd nach dem „Nonplusultra“, ohne zu spüren, dass das Angestrebte gar nicht meinem ursprünglichen Wesen entspricht. Genauso verhält es sich mit den Stärken und Schwächen. Wenn man in sich hört und erkennt, was einem liegt oder nicht und danach handelt und seinen Weg geht, wird dieser ganz von allein erfolgreich.

„Du brauchst keinen Lehrer, der dich beeinflusst.

Du brauchst einen Lehrer, der dich lehrt, dich nicht beeinflussen zu lassen.“

– Unbekannt –

Nur du weißt, das in dir steckt. Nur du spürst, fühlst und erkennst dich. Kein Mensch auf der Welt kennt dich besser, als du dich selbst. Wir haben genetische Grunddispositionen und wir wuchsen in einem Umfeld auf, was uns mehr als genug prägte. Es wäre leicht, die Verantwortung abzuschieben und zu sagen, dass diese Faktoren an unserem Weg „Schuld“ sind. Aber da ist immer noch unser eigener Wille, die Selbstmotivation, Dingen ausgesetzt zu sein, die einem nicht gut tun oder Dinge zuzulassen, die einem schaden. Wir haben die alleinige Verantwortung, sobald wir erwachsen werden, unseren Weg in eine Richtung zu lenken, die zu uns passt. In diesem Sinne appelliere ich an die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung und möchte dabei die Wichtigkeit der eigenen Gefühle ganz bewusst benennen.

Jeder ist so, wie er ist, in Ordnung – mit seinen Gefühlen, Bedürfnissen, Talenten, Stärken, Schwächen, Charakter und Temperament. Erlauben wir uns, das zu tun, was wir lieben und was uns glücklich macht!!!

 

Von | 2017-06-13T20:20:31+00:00 Dezember 15th, 2015|Blog, Emotionen, Gastbeiträge, Psyche|

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PSYCH-ane schreibt für ihr Leben gerne. Sie verarbeitet Lebensumstände, Erfahrungen und Gedanken. Für die Gesunde Psyche schreibt sie über Emotionen, Erziehung, Selbstbestimmung und vieles mehr..... Lesen und genießen!