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Fühlst du dich manchmal anders, dünnhäutig, zartbesaitet oder etwa hochsensibel?

Für etwa 10-20% der Menschen stellt sich diese Frage jeden Tag. Und zwar immer dann wenn sie mit weniger empfindsamen Menschen zusammen stoßen, es zu Unverständnis, Missverständnissen und ganz und gar Konflikten kommt. Doch wo ist die Grenze zwischen unsensibel, sensibel und hochsensibel? Gibt es eine Definition für Hochsensibel? Die Grenzen können schwammig sein und selbst ein hochsensibler Mensch, kann sich nach jahrelanger, emotionaler Verleumdung dessen nicht bewusst sein. Abhilfe kann ein Test oder das Auseinandersetzen mit dem Thema schaffen. Ein Thema, das bei uns im Großteil der Gesellschaft völlig unbekannt ist, ohne anerkannte neurowissenschaftliche Definition, das als ein Phänomen der differenzierten Reizwahrnehmung existiert. Wegbereiterin war die amerikanische Psychologin Elain N. Aron, deren Werke als Grundsteine der Hochsensibilitäts-Hirnforschung gelten.

Mittlerweile klären zahlreiche Internetforen und Bücher auf. Denn hochsensible Menschen wollen gehört, verstanden und geliebt werden. Sprüche wie: „Ach komm, hab dich nicht so“, „Was ist denn jetzt schon wieder?“, „Was du immer nur hast?“ lässt sie an sich zweifeln und unverstanden fühlen. Dabei ist es völlig legitim, dass gewisse Situationen von zwei verschiedenen Menschen völlig anders empfunden oder eingestuft werden. Und zwar arbeiten die Sinnesorgane bei jedem anders!!! Das ist Fakt. Düfte, Geschmack, Farben, Geräusche und viele andere Umwelteinflüsse, die wir mit den Sinnesorganen aufnehmen können verschieden bewertet werden, und zwar in Qualität aber auch Quantität.

Dabei stellt sich die Frage ist es ein Fluch oder ein Segen eine überdurchschnittliche Sinnesempfindlichkeit zu haben?

Bildlich gesprochen ist es so, dass der Filter im Gehirn nicht korrekt arbeitet und zu viele Eindrücke/ Wahrnehmungen einprasseln und verarbeitet werden wollen, weshalb der hochsensible Mensch schneller überreizt, überfordert und ermüdet ist und sich nach Ruhe und Einsamkeit sehnt. Als Erwachsener hast du dich oft angepasst an das Gefühl anders, überfordert oder unverstanden zu sein. Bist in eine Rolle geschlüpft, die ins System passt und hast es akzeptiert. Wie befreiend, beglückend und befriedigend muss es für einen hochsensiblen Menschen sein, der nun nach Jahren Unwissenheit erfährt, dass seine Sensitivität Akzeptanz erfährt und die Hirnforschung mehrere Erklärungsansätze liefert. So geht man davon aus, dass Gehirnteile und Nervenverbunde, die Erregungspotentiale dämpfen sollen weniger stark ausgebildet sind, so dass der Sinnesreiz in der Großhirnrinde einen stärkeren Impuls auslöst, als bei anderen Menschen. Sprich die Reizintensität/ Qualität ist höher. Oder aber der Thalamus ist als Filter nicht feinmaschig genug und zu viele Reize werden als wichtig eingestuft und erreichen das Bewusstsein. Die Informationen, die auf uns wirken sind in ihrer Menge gleich, jedoch werden bei hochsensiblen weniger unwichtige rausgefiltert, so dass die Quantität an Reizen, die zur Verarbeitung im Gehirn anklopfen weitaus höher ist.

Der Fluch liegt also in einer Überstimulation und dem unangenehmen Zustand der Überreizung und der Segen ist eine Fülle von detaillierten, tiefen Wahrnehmungen, die facettenreicher nicht sein können. So erklärt es sich, dass hochsensible Menschen musische und kreative Interessen haben, ihre Phantasie unbeschreiblich und ihre Arbeitsweise akribisch genau ist.

Wie kann das Wissen um diese erhöhte Empfindsamkeit uns weiterhelfen? Wie können wir für alle Hochsensiblen aus dem Fluch einen Segen machen?

Um diese Fragen zu beantworten muss man sich den Kreislauf der Hochsensibilität einmal genauer anschauen. Da die höchste Form der Sensibilität auf einer genetischen Disposition beruht ist es ganz selbstverständlich, dass der hochsensible Mensch schon als hochsensibles Baby auf die Welt kommt. Und wir alle kennen die Babys, die viel weinen/ schreien, die schnell überreizt sind, ihre Ruhe Strukturen und Rituale brauchen. Es sind Babys und Kleinkinder, die nicht ins Schema „F“ passen, das wir aus den Erzählungen oder der eigenen Vorstellung her kennen. Diese kleinen Erdenbürger werden schon sehr früh in ihrer Laufbahn oft unbewusst von den Eltern und Verwandten kritisiert, beschimpft und nicht 100%ig akzeptiert. Die Eltern handeln nach bestem Gewissen, haben eine positive Grundmotivation und wollen ihr Kind für die große Welt stark machen und abhärten. Sie versuchen die Empfindsamkeit zu minimieren, Bedürfnisse zu ignorieren und betonen wie wichtig Leistung und Stärke in unserer Gesellschaft sind. Das Kind zeigt jedoch nur Grundbedürfnisse, signalisiert eine Sehnsucht nach Sicherheit, Schutz, Geborgenheit, Ritualen und Ruhe und der Erwachsene pocht auf Härte, Leistung, Stärke und das Beste für seine Zukunft. Da entsteht genau der KONFLIKT. Alte, längst überholte Glaubenssätze, die schon von den eigenen Eltern, sprich von außen ins Gehirn impliziert wurden stehen den inneren Wünschen und Bedürfnissen unseres Kindes gegenüber!

Zu unseren Grundbedürfnissen zählen nicht nur Nahrung, Schutz und Liebe. Es geht weit darüber hinaus. Auch eine Orientierung, Richtung, Ziele oder Kontrolle, um zu wissen wo man steht oder gute Bindungen, soziale Kontakte und Nähe, um einen Platz im Kollektiv zu wissen, Lust-Steigerung oder Unlust-Vermeidung, sowie Selbstwertschutz und dessen Erhöhung zählen zu den elementaren Bedürfnissen eines jeden Menschen. Man(n)/ Frau/ Kinder wollen wissen wo sie stehen, brauchen Feedback und das immer wieder durch liebende Kommunikation auf sprachlicher sowie körperlicher Ebene. Der Vergleich von Kindern mit hochsensiblen Menschen liegt sehr nah, denn ich glaube wir kommen alle sehr, sehr sensibel auf die Welt.

Und somit wollen WIR alle einfach nur akzeptiert und geliebt werden. Doch leider erfahren viele Kinder und Hochsensible so oft das Gegenteil. Besonders hochsensible Menschen haben es sichtlich schwerer, da sie als Babys stärker nach der Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse lechzen als sagen wir mal weniger sensible Babys. Ihnen wird suggeriert, dass sie falsch sind, so wie sie sind. Das Nicht–Erkennen der Grundbedürfnisse, das unbewusste ignorieren und verletzen gibt die Information sie seien nicht in Ordnung. Das Gefühl des „nicht akzeptiert werden, so wie ich bin“ veranlasst hochsensible Menschen sich an anderen zu orientieren. Wie machen das meine Freunde? Wie sieht das Umfeld aus? Und zack, lebt man im AUSSEN und schaut immer nur nach den anderen. Man passt sich an, schwimmt mit dem Strom, verleugnet eigene Bedürfnisse und ist nicht mehr bei sich, im INNEN. Durch diesen groben Fehler im natürlichen Entwicklungsprozess entsteht ein erhöhter Anspruch an sich selbst. Man überfordert sich, weil man nie so sein kann oder soviel leisten kann wie es einem im AUSSEN vorgegaukelt wird. Darin begründet sich oft der hohe Perfektionismus der hochsensiblen Menschen. Sie wollen viel schaffen, alles pedantisch genau. Wobei in dieser aufopfernden, detailgetreuen Genauigkeit eine sehr große Stärke verborgen liegt. Das großartige Visualisierungsvermögen, musische und kreative Fähigkeiten lassen vermuten, dass zahlreiche Dichter und Künstler hochsensible Menschen sind.

Die angeeignete Außenorientierung führt leider zwangsläufig zum Verlust der eigenen Wünsche, der eigenen Intuition und dem eigenen Körpergefühl. Völlig orientierungslos vertraut man nicht mehr in sich selbst und hat ein schlechtes Selbstwertgefühl, das oft nur noch kompensiert werden kann, wenn verglichen wird oder beim anderen Fehler gesucht werden. So richtig ab lästern, kann man auch dazu sagen. Wünsche und Bedürfnisse zu kennen und diese zu erfüllen ist so enorm wichtig!

Denn die Erfüllung der Grundbedürfnisse ist stark körpergestützt. Das heißt werden diese nicht erfüllt kann der Körper einspringen und Signale geben z.B. durch auffälliges Verhalten oder Autoimmunkrankheiten, was das körperliche System schwächt. Grundsätzlich kann man bei dem hier erklärten Verständnisansatz an Stelle der hochsensiblen Person immer wieder die Kinder setzen. Denn auch bei Kindern zeigt sich durch Verhaltensauffälligkeiten meist eine unzureichende BINDUNG! Man stelle sich zum Beispiel ein ständig forderndes Kind vor. Klar bis zu einem gewissen Grad dürfen Kinder fordernd und Aufmerksamkeitshaschend sein, denn das gehört evolutionstechnisch gesehen zu einer Überlebensstrategie. Das Kind, das am meisten nach Aufmerksamkeit schrie konnte sich der Reaktion der Eltern gewiss sein. Geht man aber anders rum an die Sache ran und sorgt für eine wundervolle liebende Bindung, dann hat das Kind oft gar nicht mehr das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit zu lechzen, denn es ist mit Liebe und Nähe versorgt.

Die Generation der Nachkriegszeit hatte kaum Zeit und Mittel Bedürfnisse zu erfragen, geschweige denn diese zu erfüllen. Der Wiederaufbau stand natürlich im Mittelpunkt, so dass das Thema der Bedürfnisse erst jetzt wieder aktuell wird, in Zeiten der Sicherheit. Aber dieser Gedanke nur am Rande. Eigentlich möchte ich noch kurz auf die Nichtbeachtung der Bedürfnisse eingehen, die einen hochsensiblen Menschen zum „Meister der ungesunden Anpassung“ werden lassen. Oft wird nach Ausflüchten, Schlupflöchern oder gar Lügen gesucht, da die eigene Stellung zum Ich und zum Körper fehlt. Es gibt keinen eigenen Standpunkt, nur die völlige Abhängigkeit vom AUSSEN. Orientierung und Selbstachtung gehen verloren und viele Konflikte entstehen. Ein hochsensibler Mensch, der seinen Selbstwert nicht aufbauen konnte, hat noch die Möglichkeit seinen Selbstwert zu erhöhen indem er andere in seinem Umfeld schlecht und klein macht. Er pustet quasi die Flamme der anderen aus, damit seine eigene Flamme stärker leuchtet! Dieser ungesunde Narzissmus, das Lügenkarussell und die fehlende Selbstwahrnehmung können im schlimmsten Fall zum therapieresistenten Borderline-Syndrom führen.

So nun ist es an der Zeit in Sich zu gehen. Viele Meditationsübungen, aber auch anderer therapeutische und allgemeine Techniken verfolgen das Ziel sich die eigenen Wünsche und Bedürfnisse vor Augen zu führen. Komm zu Dir, hör in dich hinein, achte dich selbst und gib deinen Bedürfnissen einen Raum. Lerne endlich DICH kennen, DU bist dir näher als jeder andere!

 

 

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Für weitere Anregungen lege ich Euch folgende ganz tolle Internetforen ans Herz:

www.steed-pfaeffle.de

www.parlow.at

www.lena.ch

www.sonnenbaum.ch

Von | 2017-03-10T09:54:22+00:00 Februar 1st, 2016|Blog, Fühlen, Sinne|

About the Author:

Die ernährungsbedingte Reinigung meines Körpers und meines Geistes weckte meine Innere Stimme wieder zum Leben. Klar und deutlich kann ich sie hören und möchte ihr hier Raum und Zeit schenken sich zu äußern. Wir alle wollen gesehen und gehört werden.....