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Könnte man Koliken mit lebendiger, grüner Ernährung vermeiden?

Heute möchte ich eine sehr gewagte These in den Raum stellen, worüber man sich so richtig uneinig sein kann. Meine Gedanken drehen sich dabei um Ernährung der Mutter in der Schwangerschaft und Stillzeit und inwieweit man auf die sogenannten Drei-Monats-Koliken des Babys Einfluss nehmen kann. Es gibt zu diesem leidigen Thema ja sehr viele Theorien, angefangen von der Unreife des Babygehirns, Unreife des Magen-Darm-Traktes, Luft in der Milch durch hastiges Trinken bis hin zu blähenden Nahrungsmitteln (Lauch- und Kohlgewächse, Schokolade, …), welches die stillende Mami zu sich genommen hat. So wie es viele mögliche Ursachen für die Koliken gibt, gibt es viele Maßnahmen dagegen: Mittel gegen die Luftbläschen in der Milch, Bauchmassagen, Wärmekissen, Fencheltee, Beine des Babys bewegen wie beim Fahrradfahren und einiges mehr.

Nun, ich kann aus einer Erfahrungskiste mit drei Kindern kramen. Die Drei-Monats-Koliken meiner beiden erstgeborenen Mädels machten mir die Anfangszeit sehr schwer. Entkräftet von der Geburt schlägt man sich mit schlaflosen Nächten und einem jämmerlich schreienden Baby herum. Es weint derart, dass man mit heulen muss. Der Bauch ist steinhart, Ärmchen und Beinchen streckt es zappelnd von sich, der Kopf läuft rot an und man ist so hilflos. Hilflos, da keine der empfohlenen Maßnahmen so richtig helfen und drei Monate sehr lang sein können. Verzweifelte Eltern schauen sich gegenseitig in ratlose Augen, wissen nicht wie sie den nächsten Tag die Arbeit oder den Alltag meistern sollen und jeden Abend zuckt es in den Gliedern, wenn sich erneut das wimmernde Weinen ankündigt. Aber eine Mami, die eine schmerzende Geburt übersteht, übersteht auch diese drei Monate und diese Mami möchte sogar noch ein weiteres Kind in die Welt bringen, wohl mit dem Wissen, was da wieder kommen kann. Doch beim dritten Kind, wurde ich eines besseren belehrt. Es ist ein Junge geworden, der eben nicht an den gefürchteten Koliken litt. Was war anders?

Das Geschlecht und meine Ernährung. Meine Nahrung bestand nicht aus 100 % Rohkost, sondern vielleicht 70-80%. Die Umstellung der Ernährung und damit einhergehend die Entgiftung meines Körpers startete rund ein Jahr vor der Geburt. Das ist kein besonders großer Zeitraum, aber es war merklich spürbar wie sich Dinge an meinem Körper und mein Bewusstsein veränderten. Die schleichende Entgiftung durch die Rohkost unterstützte ich mit der Einnahme von Zeolith und hin und wieder mit einem Darmeinlauf. So dass ich mit bereinigtem Körpergefühl in die Schwangerschaft startete.

Das Ausbleiben der intensiven Drei-Monats-Kolik kann viele Ursachen haben und jedes Kind ist anders. Für mich steht jedoch ein entscheidender Fakt fest: Die Qualität und Quantität der mütterlichen Bakterien beeinflussen maßgeblich die Gesundheit, die Verdauung und somit den Start ins Leben unserer Babys. Eine gesunde Darmflora ist das erste Geschenk, das wir unseren Kindern geben können. Dieses Geschenk überreichen wir nicht nur beim Gebären selbst, wenn sich das Baby über den Geburtskanal die mütterlichen Bakterien einverleibt, sondern schon während der Schwangerschaft. Ein in der „Public Library of Science“ archivierter Studienartikel aus 2008 beschreibt, dass die Vielfalt der Mikroorganismen im Fruchtwasser viel größer sei als bislang angenommen, so dass man nicht von einem sterilen Verdauungstrakt des Ungeborenen ausgehen kann. In diesem Zusammenhang konnte auch nachgewiesen werden, dass Mikroorganismen die vom Kind über infiziertes Fruchtwasser aufgenommen werden, eine Entzündung und Kettenreaktion auslösen können, die eine Frühgeburt verursachen. (2011 Journal of Neonatology)

Wenn ich mir also überlege, wie extrem ich meine Ernährung umstellte, sprich Verzicht bzw. Reduktion von Koffein, Gluten, Milchprodukte, Tierisches Eiweiß hin zu rohköstlicher, lebendiger, grüner Nahrung ist es für mich nicht verwunderlich, dass mein Drittgeborener deutlich weniger Bauchschmerzen hatte als die Erstgeborenen. Die Erklärung für mich liegt tatsächlich in der Unreife des Darmes bzw. der fehlenden Darmflora. Es ist nicht nur mein Muttergefühl sondern mittlerweile kann eine Studie aus 2013 (erschienen im Official Journal oft the American Academy Pediatrics) einen deutlichen Zusammenhang zwischen Säuglingskoliken und einem erhöhten Anteil an Proteobakterien (für Gasproduktion verantwortlich) und zugleich verminderten Mengen an Bifidobakterien und Laktobazillen aufzeigen. Mit meiner gesunden Darmflora und guten Bakterienkulturen sorgte ich für eine schnellere Reifung bzw. Bakterienbesiedelung des Verdauungstraktes mit nützlichen Bakterien bei meinem Sohn.

Denn man muss sich vor Augen führen, dass evolutionsbedingt unsere Babys eigentlich „Frühchen“ sind. Als wir noch auf allen Vieren gingen und unsere Becken breiter waren konnten die Babys einige Monate länger in der gut geschützten Gebärmutter kuscheln, größer werden und sich vollständig entwickeln. Aufgrund unseres aufrechten Ganges und des damit einhergehenden engeren Beckens und Geburtskanals überlebten nur die Frauen/Mütter, die ihre Kinder früher, kleiner und eben nicht vollständig entwickelt zur Welt brachten. Schaut euch in der Welt der Tiere mal um. Sämtliche Säugetiere sind Nestflüchter und binnen weniger Tage stehen sie auf eigenen Beinen und könnten vor den Gefahren der Natur selbständig fliehen. In der Tierwelt muss keine Mutter mit ihrem Kind den Fliegergriff machen, um die Kolik des unreifen Verdauungstraktes erträglicher zu machen…..;-)

„Der Darm ist Vater allen Trübsals“

arabisches Sprichwort

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Das Thema rund um die guten und bösen Bakterien die in uns und auf uns sind, ist wahnsinnig interessant und daher habe ich zwei Buch Empfehlungen für Dich:

Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ

        

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Von | 2017-02-28T19:58:47+00:00 August 1st, 2015|Blog, Ernährung, Grünes Leben|

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Die ernährungsbedingte Reinigung meines Körpers und meines Geistes weckte meine Innere Stimme wieder zum Leben. Klar und deutlich kann ich sie hören und möchte ihr hier Raum und Zeit schenken sich zu äußern. Wir alle wollen gesehen und gehört werden.....