Melde Dich an und lass Dich inspirieren, von der Gesunden Psyche! Eine Meditation „Kontakt mit dem Inneren Kind aufnehmen“ schenke ich Dir!

Ja, ich möchte mehr erfahren!
Marketing by
Psyche 2016-12-02T08:49:35+00:00

Meine Gedanken zu psychischen Krankheiten

Wenn man psychische Krankheiten wie zum Beispiel die Depression jemand anderem erklären möchte merkt man sehr bald dass es dazu viel zu sagen gibt. Je nach Erfahrungen mit unseren Lieben haben wir vollkommene andere Auffassungen im Kopf. Allen ist gemeinsam, dass es von traurigen, unangenehmen Emotionen begleitet wird. Daher liegt es mir fern an dieser Stelle eine Definition aus einem schlauen Buch zu zitieren. Ich möchte auf den Aspekt eingehen, dass es eine unschöne, sagen wir mal negative Sache ist. Das gute daran ist jedoch, dass wir neben einem negativen Detail auch immer das positive stehen haben. Bei meinen Recherchen und Erfahrungen komme ich immer wieder zu der Lebensweisheit, dass neben dem Pluspol (Gesundheit) der Minuspol (Krankheit) seine absolute Berechtigung hat. Sehr schön wird das von Dr. Dahlke in seinem Polarisationsgesetz beschrieben und viele Therapeuten greifen diese Tatsache in ihren Therapiemodellen auf. Gerne möchte ich euch die sogenannte Salutogenese vorstellen. Sie steht als Gesundheitslehre der eher bekannten Pathogenese, Krankheitslehre, gegenüber und hat Genesung, Heilung, Gesundheit und Wohlbefinden im Fokus. Sie umschreibt zwei Daseinsebenen.

  1. Annäherung: Aus einer Motivation heraus komme ich in Bewegung, bin offen für etwas und wende mich dem zu!
  2. Abwendung, Vermeidung: Motivationslos verschließe ich mich und wehre alles ab! Ich führe einen inneren Kampf.

Beide Daseinsebenen sind wichtig und müssen nebeneinander bestehen. Um gesund und lebensaktiv zu sein sollte man sich zum größten Teil im Annäherungsmodus bewegen, wobei es sehr wichtig ist auch in den Vermeidungsmodus wechseln zu können. Unbewusst können das viele von uns, doch nur wer dies bewusst steuern kann wird sich über seine eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte klar werden und kann diese an seine Umwelt besser kommunizieren. Denn auch bewusst NEIN-sagen will gelernt sein……

 

Wo sehe ich den Zusammenhang zur Depression? Und zwar derjenige der unbewusst stets im tiefen Kampf- und Abwehrmodus steht erlebt eine chronische Anspannung woraus sich psychische Erkrankungen entwickeln können. Wir beschreiben genau diese Motivationslosigkeit, diese Antriebsschwäche und die Vermeidungsstrategien unserer Lieben, wenn wir deren Krankheitsbild wiedergeben wollen.

Was lernen wir aus diesem Konzept der beiden Daseinsebenen? Die wichtigste Kernaussage für mich ist zu akzeptieren, dass es neben der Gesundheit die Krankheit gibt. Neben der Freude die Traurigkeit, neben dem Sonnenlicht die Dunkelheit, neben dem Hoch das Tief, neben der Bewegung die Starre und so weiter. Das ganze Leben besteht aus solchen gegensätzlichen Polen. Wir müssen lernen im ersten Schritt die Krankheit zu akzeptieren und im zweiten Schritt zeigen wir Verständnis für Verletzlichkeit, Traurigkeit, Missmut, Ängste. All das sind Emotionen, die unsere Lieben haben. Traurigkeit ist ein Zeichen für die Sehnsucht nach Verbundenheit! Nehmt die Gefühle in ihrer großen Bandbreite an und verwehrt euch nicht. Wehrt man Gefühle/ Ängste ab, verstärken sie sich und können uns leider nicht als Türöffner zu unseren Bedürfnissen dienen. Zum Beispiel ist eines der menschlichen Grundbedürfnisse zu kooperieren was wir ganz deutlich bei unseren Kindern erleben können. Wird dieses Bedürfnis nicht erfüllt entstehen Frust, Ärger, Tränen…. Es ist so wichtig seine Bedürfnisse zu erkennen und seine innere Stimme zu hören. Nur so entwickeln wir eine authentische Persönlichkeit, die mit ihrem Inneren im Einklang ist und mit der Außenwelt klar und deutlich kommunizieren kann. In der Achtsamkeitsmeditation kann man mit Hilfe von Reflektions-Übungen lernen seine Innere Stimme wahrzunehmen. Sie gibt deutlich an in welcher Situation was für mich stimmig und gut ist. Es wird uns bewusst wann ich mich auf Annäherungs- und wann auf Abwendungsebene bewegen soll!

Diese Balance zwischen zwei Polen ist grundlegend für eine gesunde Psyche und ich weiß, dass bei unseren Lieben dieses Gleichgeweicht unter anderem aufgrund von Defiziten oder Dysfunktionen im Botenstoff- und Hormonhaushalt gestört sein kann. Darauf möchte ich an anderer Stelle noch eingehen und im hier und jetzt die geschriebenen Worte über Plus und Minus, innen und außen, Freud und Leid … wirken lassen.

 

„Es gehört zu den Unvollkommenheiten unseres Wesens, dass wir erst durch den Gegensatz hindurch müssen, um zu erreichen, was wir erstreben.“

– Sören Kierkegaard