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Gastbeitrag: Was mich bestimmt – bestimme ich SELBST

Marionette„Was mich bestimmt, bestimme ich selbst“ – so heißt es in dem grandiosen Lied „König“ des Erfurter Sängers Norman Sinn. „Sie haben mir erzählt, die Welt wär‘ klein. Von Anfang an wollt‘ ich’s nicht glauben. Ich glaube, sie hatten ihr Herz gemeint. Ihr’s war leer, meins übergelaufen.“ Künstler – die leben einfach nach ihren Gefühlen, Intuitionen, ganz entspannt auf einer Welle – im Fluss. Sie sind authentisch und echt. Wer ist das heute noch? Uns wird ständig etwas vorgespielt. Uns wird alles mögliche vorgegaukelt – was wir alles bräuchten, um unser Leben schöner, leichter und vor allem schneller zu machen – IPAD, EBOOK usw. Und wir glauben das und meinen, bei allem mitmachen zu müssen. Am Ende leben wir im Überfluss und vergessen, was wirklich wichtig ist – Menschlichkeit, eigene Erfüllung mit etwas Nützlichem, was einen positiven Effekt auf andere hat. 

Neben diesem Technikwahn mache ich mir insbesondere Gedanken um die Beeinflussung oder Fremdbestimmung durch Massenmedien, wie Nachrichten auf dem Radio oder TV.
Von unserem privaten Umfeld – sei es die Herkunftsfamilie, die eigene Familie, der Partner oder Freunde – lassen wir uns ebenfalls oft fremdbestimmen. Wir sind in diesem Schulsystem groß geworden, was noch aus preußischen Zeiten stammt und zur Erziehung von funktionierenden Persönlichkeiten diente. Unsere Eltern und ihre Eltern ebenso. Dieses System war auch wichtig, um Deutschland nach dem Krieg wieder zu dem zu machen, was es ist. Nun ist es an der Zeit, umzudenken, alte Glaubensmuster zu hinterfragen, loszulassen und Neues zu kreieren. Wir haben nun die Möglichkeit und den Komfort finanzieller Sicherheit dies in Frage zu stellen und uns darüber Gedanken zu machen, was uns wirklich Spaß macht, was wir lieben, denn das können wir meistens am Besten, bietet Erfüllung und nützt auch anderen. Ich möchte die Technik nicht schlecht reden, denn sie bietet DIE Möglichkeit, neue Denkstrukturen an möglichst viele Menschen zu verbreiten. Fraglich ist nur, WIE die Technik genutzt wird.

Es geht darum, dem allgemeinen Leistungsdruck zu entfliehen. Dem von sich selbst auferlegten Perfektionismus zu stellen, nicht mehr unter Druck stehen zu müssen. Es geht darum, nicht Dinge zu tun, um anderen zu gefallen, weder Eltern, noch sonst jemandem im Umfeld. Es geht darum, nicht beweisen zu müssen, was man kann und wer man ist. Du bist schon wer.
So genommen werden werden zu können, so natürlich wie man ist, einfach des Selbst willen halber, setzt voraus, dass ich mich zunächst erst einmal selbst so annehme, wie ich bin und mich auch dafür liebe und anerkenne – mit allen Stärken, Schwächen, Bedürfnissen und Gefühlen.
Eine weitere Erkenntnis: Niemand kann dir helfen – kein Arzt, kein Partner, keine Eltern, kein Therapeut. Sie alle können nur unterstützen. Es kann sich nur jeder selbst helfen. Es kann nur jeder sein Leben selbst in die Hand nehmen, um sich glücklich zu machen, indem er Eigenverantwortung übernimmt für seine Situation und seine Entscheidungen.

Man kann es förmlich überall sehen, spüren und hören. Ein Bekannter von mir versucht auch den selbst auferlegten Druck abzuschütteln, nachdem er am Ende seiner sportlichen Karriere angelangt ist und der Körper mit unzähligen Schmerzen und Blessuren kaum noch uneingeschränkt leben lässt. Er fliegt in zwei Wochen nach Sri Lanka, um eine Ayurvedakur zu machen. Allein…. Und seit acht Wochen geht er zu seinem ersten richtigen Kumpel – einem Psychotherapeuten. Das tut jedem gut. Dazu muss man nicht „krank“ sein oder „einen an der Waffel“ haben. Man kann nur vollends glücklich und erfüllt sein, wenn man sich selbst so gut, wie möglich kennengelernt hat. Wie man tickt. Was es mit einem macht, wenn Dinge drum herum passieren. Warum man einen Wutanfall bekommt, wenn der Liebste einer anderen nachschaut. Warum das Alleinsein so schwer fällt und was man dagegen tun kann. Warum ich mit anderen immer wieder anecke. Wie ich meine festgefahrene Einstellung ändern kann. Wie ich lerne, meine Bedürfnisse und Gefühle zu benennen und damit erkenne, welche Grenzen ich nach außen setzen muss, um möglicherweise Schmerzen und körperliche Erkrankungen zu vermeiden. Wie ich lerne eigenverantwortlich mein Leben und meine Entscheidungen in die Hand zunehmen. Wie ich Dinge erreiche, die ich will. Dass ich nicht Dinge, die andere Menschen tun oder sagen auf mich beziehe. Ich lerne mich selbst mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen und zu akzeptieren – mich selbst zu lieben, so wie ich bin und damit harmonische Beziehungen zu führen und eine bessere Mutter bzw. ein besserer Vater zu sein.

Das wahre Leben besteht aus direkten Beziehungen zu anderen Menschen. Lasst eure Unsicherheit hinter euch und fangt an zu leben. Noch mehr Druck macht uns kaputt. Unser Körper ist für diesen Stress nicht ausgelegt. Das belegen zahlreiche Studien. Stress ist Krankheitserreger Nr. 1 – egal für welche Krankheit. Weil dieser „Erreger“ unser Immunsystem schwächt. Da sagt der Körper: „Puh, also du mutest mir ganz schön viel zu. Da mach ich jetzt nicht mehr mit.“ Und schon fangen die Symptome an. Zellen wachsen unkontrolliert. Oder man kann sich nicht mehr bewegen. Oder man bekommt eine Halsentzündung nach der anderen, so dass man nicht mehr reden kann. Oder das Hörvermögen lässt nach, weil ich mir den ganzen Scheiß drum herum nicht mehr anhören will. Oder ich bekomme Magenschmerzen, Durchfälle, Verstopfung, Rückenleiden, Migräneanfälle, Hormonprobleme, Stoffwechselstörungen. Das sind alles Auswirkungen unverarbeiteter Konflikte, Stress und falschen Einstellungen zu sich, der Situation und meinen Mitmenschen. Alte Glaubenssätze nach denen ich lebe, weil es mir so vermittelt wurde, die mich aber nur unter Druck setzen, einengen, statt mich so sein zu lassen, wie ich bin. Volle Kanne PSYCHOSOMATIK!!

Wir alle sind aus Kindheitstagen geprägt. Der eine bewusst, der andere unbewusst. Aber es obliegt unserer eigenen Entscheidung, endlich Eigenverantwortung für unser Leben zu übernehmen und zu sagen: „Ihr habt euer bestes gegeben, um mich groß zu ziehen. Auch ihr seid Opfer eurer Gesellschaft, Zwängen und Vorfahren. Ich bin endlich erwachsen und möchte die Dinge so umsetzen, wie ich es für richtig halte und dafür übernehme ich die volle Verantwortung.“
Die Abgrenzung und das Loslassen althergebrachter Illusionen ist sozusagen mein Weg aus der Fremdbestimmung, hinein in die Selbstbestimmung! Wie würdest du deine Lösung aus Fremdbestimmung, aus den Fesseln der Umwelt oder dem Entrinnen des Hamsterrades beschreiben? Diesbezüglich gibt es sicher tausend verschiedene Wege.
Für mich persönlich ist SELBSTBESTIMMUNG das Wort des Jahres 2015.

Und mein Buchtipp dazu lautet: „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes         

 

 

Von | 2017-02-17T22:52:59+00:00 Januar 7th, 2016|Blog, Familie, Psyche|

About the Author:

PSYCH-ane schreibt für ihr Leben gerne. Sie verarbeitet Lebensumstände, Erfahrungen und Gedanken. Für die Gesunde Psyche schreibt sie über Emotionen, Erziehung, Selbstbestimmung und vieles mehr..... Lesen und genießen!